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Cinema, Nr.1 / 1987 (Heft 104) p. 96,98 |
| Die sieben Phasen der Verpuppung |
| Ein Foto fürs
Familienalbum: David Cronenberg und sein "Fliegen"-Baby
Phase 1: Jeff Goldblums Gesicht ist von häßlichen Deformationen gezeichnet. Stephan DuPuis, Maskenbildner von "Scanners" und "Am Anfang war das Feuer", präparierte das Gesicht des Schauspielers mit einer rot-gelb-blauen Farbschicht
Phase 2: Brundles "Krankheit" schreitet voran. Goldblums Gesicht verschwindet fast unter der Kunststoffmaske, lediglich die Augenpartie ist noch nicht verfremdet. Oft verbrachte Goldblum bis zu fünf Stunden auf dem Stuhl des Maskenbildners
Phase 3: Aus Brundles Brust sprießt ein animalischer Haarwuchs, seine Nase verbreitert sich, an Goldblums Taille und Brust sind groteske Monsterprothesen angebracht. Eine tricktechnische Meisterleistung aus Schaumgummi aus Latex
Phase 4: Brundles Entstellung hat den letzten Grad erreicht. Goldblum wurde ein Satz künstlicher Zähne eingesetzt, der im im weiteren Prozeß seiner anatomischen Auflösung ausfallen wird
Phase 5: Das Bild zeigt einen elektronisch gesteuerten Fliegenmenschen-Kopf, dessen Kiefer "abreißbar" montiert ist. Erst von nun an erfüllt das Monster die Ansprüche, die David Cronenberg an ein richtiges Filmungeheuer stellt
Phase 6: Aus Brundles zerborstenem Menschenschädel schält sich der Kopf einer abscheulichen Kreatur heraus. Für die elektronische Fernsteuerung des Monsters benötigte "Fliegen"-Designer Chris Walas pro Einstellung vier bis fünf Techniker
Phase 7: Durch eine weitere Aktivierung der Telebox verwandelt sich die Brundlefliege in das Brundleding - das ultimative Endstadium. Von der Fliege in der vorherigen Form sind nur Kopf und Klauen übriggeblieben, der Torso besteht aus einer Mißgeburt zwischen Maschine und Lebewesen. Chris Walas war bestrebt, dem Ding in den letzten Momenten seiner Existenz ein "trauriges, pathetisches" Aussehen zu verleihen. Für die hydraulische Steuerung des Monstrums wurden in den Schlußeinstellungen acht getrennt operierende Techniker benötigt
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